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Noch unreife schwarze Johannisbeeren

Der bÄRENWALD-Schaugarten

Von der Apfelbeere bis zur Wacholderbeere

13.5.2022

Neben dem Bärenerlebnis widmet der BÄRENWALD Arbesbach auch den Pflanzenliebhabern einen Bereich. Und nachdem Bären gerne Beeren fressen, steht im Mittelpunkt des Themengartens, wie könnte es anders sein, die „Beere“. 

Über zwanzig verschiedene Beerensträucher werden im kleinen aber feinen BÄRENWALD-Schaugarten kultiviert. Zum Besserkennenlernen hat jede Beere ihre ganz persönliche Informationstafel. Auf kurzweilige Art und Weise erfahren Sie Wissenswertes und Interessantes über die süßen und sauren Früchte.

Vom 18. - 19. Juni 2022 finden die nächsten "Natur im Garten" Schaugartentage statt - auch im BÄRENWALD Arbesbach. Wir freuen uns auf Ihren Besuch, täglich von 10.00 - 18.00 Uhr.

Drei ganz unterschiedliche Beerengartenbewohner seien hier schon einmal kurz vorgestellt:

Wer bin ich?

Brombeere


Im botanischen Sinne ist die Brombeere keine Beere, sondern eine Sammelnussfrucht. Reif ist die Beere fast schwarz und enthält viel Vitamin C, Eisen, Kalzium, Phosphor und Flavonoide. Bienen und Schmetterlinge lieben diesen Strauch ebenso.
 

Zeitig im Frühjahr

Kornelkirsche


zeigen sich die unzähligen zarten Blüten der Kornelkirsche, mancherorts auch "Dirndl" genannt. Die Blüten werden von vielen Insekten besucht.
Die ovalen roten Steinfrüchte werden zu Marmelade, Schnaps, ... verarbeitet. Siebenschläfer, Haselmaus und einige Vogelarten haben auch ihre Freude an den Früchten.

Rot, schwarz oder weiß

Johannisbeere


sind die Früchte der Johannisbeere. Ihre Blüten sind auf den ersten Blick unscheinbar, genauer betrachtet jedoch kleine Kunstwerke. Die  säuerlichen Beeren enthalten viel Vitamin C, werden gerne frisch vom Strauch genascht oder zu Saft und Marmeladen verarbeitet.

Sehr viele, der uns bekannten Beeren sind im botanischen Sinne gar keine Beeren. Der Klassiker unter den Beeren, die Erdbeeere, ist zum Beispiel keine "echte" Beere, sondern eine sogenannte Sammelnussfrucht. Ganz anders verhält es sich beim Kürbis. Beim Gedanken an Beeren würde uns der Kürbis eher nicht in den Sinn kommen. Doch aus botanischer Sicht ist der Kürbis eine waschechte Beere.

Früchte der roten Johannsibeere auf Strauch

Was macht botanisch betrachtet, eine "echte" Beere aus?


Bei einer "echten" Beere bleibt die Fruchtwand (Perikarp) saftig oder fleischig. Die Beeren entstehen entweder aus einem oder mehreren Fruchtblättern (Karpell) und sind meist vielsamig. Echte Beeren sind zum Beispiel Ribisel (ribes)und Weinrebe (Vitis).

Sind Sie bereit für ein Quiz?

Eine echte Beere oder nicht?  Das ist hier die Frage.

Frage - von -

Die Brombeere

Eine reife schwarze Brombeere und einige noch unreife rötliche Brombeeren mit grünem Laub und verschwommenem grünen Hintergrund

Stimmt genau! Die Brombeere ist keine "echte" Beere. Botanisch betrachtet ist sie eine sogenannte Sammelsteinfrucht.

Sollte man meinen. Aber nein, die Brombeere ist keine "echte Beere". Botanisch betrachtet ist sie eine Sammelsteinfrucht.

Die Johannisbeere oder wie man in Österreich sagt: die Ribisel

schwarze Johannisbeere/Ribisel auf Zweig, umgeben von grünem Laub

Richtig! Die Johannisbeere ist eine der wenigen "echten" Beeren.

Leider nicht richtig. Die Johannisbeere ist eine der wenigen "echten" Beeren.

Die Heidelbeere

Unreife Heidelbeeren auf Strauch

Perfekt! Die Heidelbeere, die sauren Boden bevorzugt, erfüllt alle Beerenkriterien und ist somit eine "echte" Beere.

Knapp daneben. Die Heidelbeere, die sauren Boden bevorzugt, erfüllt alle Beerenkriterien und ist somit eine "echte" Beere. 

Der Kürbis

Orangefarbener Kürbis liegt auf der Wiese

Ganz genau. Er sieht zwar überhaupt nicht "beerig" aus, ist botanisch betrachtet aber eine Beere.

Upps, das stimmt nicht. Er sieht zwar überhaupt nicht "beerig" aus, ist botanisch betrachtet aber eine Beere.

Erreichte Punkte:

Danke fürs Mitspielen!

Der BÄRENWALD Arbesbach ist Teil der Aktion "Natur im Garten". 

"Natur im Garten" ist eine vom Land Niederösterreich initierte Aktion. Überall dort wo private oder  öffentliche Grünräume und Gärten nach den "Natur im Garten"-Kriterien gestaltet und gepflegt werden, wird auf die Verwendung von Pestiziden, chemisch-synthetischen Düngern und Torf verzichtet. Ein großer Wert wird auf die Verwendung von ökologisch wichtigen heimischen Pflanzen gelegt. Die Vielfalt an Flora und Fauna soll dadurch gefördert werden.

Impressionen aus dem BÄRENWALD-Schaugarten:

Der sorgsame Umgang mit der Natur ist wichtig. Berücksichtigen wir das auch in unseren Gärten. 
Geben wir in unseren Gärten auch "Unkräutern" eine Chance. Die Vielfalt im Garten ist nicht nur eine Augenweide, sie fördert auch das ökologische Gleichgewicht.

Braunbär Erich schaut in die Kamera, er steht neben einem Brombeerstrauch.

Achtung! Naschgarten!

Die Beeren im Schaugarten dürfen sehr gerne verkostet werden!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im BÄRENWALD bei den Bären und Beeren.

Quellenverweis

Holzner W., u.a. (2013): Ökologische Flora Niederösterreichs, Band 1, 3 und 4.,
Schramayr G., u.a. (2011): der Schwarze holler, Verein Regionale Gehölzevermehrung,
Fischer M.A., Oswald K., Adler W. (2008). Exkursionsflora f. Österreich, Liechtenstein, Südtirol,
Natur im Garten 

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